Jeder, der schon für längere Zeit im Ausland war kennt das Gefühl. Dinge, die man zu Beginn des Auslandaufenthalts lustig, toll, spannend und interessant gefunden hat scheinen nach ungefähr 6 Wochen nur noch doof, unnötig und man fragt sich “wieso machen die das nicht so wie wir zu hause?”. Kurz: Daheim ist alles perfekt – hier ist alles furchtbar. Das nennt man Kulturschock!
Bei einem kurzen Sprachaufenthalt von 3-4 Wochen ist es eher unwahrscheinlich, dass ein solcher Schock wirklich eintrifft. Die meisten bekommen wohl etwas kalte Füsse am Tag bevor es los geht aber in einer relativ kurzen Zeit lernt man die Kultur und die Leute des anderes Landes eher etwas oberflächlich kennen. Wer jedoch längere Zeit im Ausland verbringt, zum Beispiel bei einem Sozialpraktikum oder als Au Pair, der wird bald merken, dass vieles anders ist wie zu Hause. Dies kann manchmal echt frustrierend sein.
Wie kann man einen Kulturschock verhindern?
Es ist eigentlich ganz einfach, doch den meisten gelingt es trotzdem nicht. Der wohl wichtigste Punk ist die Sprache. Nichts deprimiert einen mehr wie wenn man sich mit den Leuten des Landes nicht unterhalten kann. Wichtig ist daher, dass man zumindest zu Beginn des Aufenthaltes einen Sprachkurs macht, um wenigstens ein bisschen mit der lokalen Bevölkerung kommunizieren zu können.
Ein weiterer hilfreicher Tipp ist sich immer wieder über die politische Situation in einem Land zu informieren. Kauft euch mal eine Zeitung oder recherchiert im Internet welches die aktuellen Themen im Gastland sind und was die Leute momentan bewegt. So fühlt man sich nicht mehr ganz so orientierungslos.
Empfehlenswert ist auch, sich vor oder während dem Auslandaufenthalt Filme vom Gastland anzuschauen. Jedes Land – sei es England, Italien oder Iran – drückt sich (seinen Humor, Traditionen, Bräuche, Probleme) durch sein Kino aus. So kann man sich auf unterhaltsame Weise über das Gastland informieren.
Dies bringt mich auch schon zum letzten und wahrscheinlich wichtigsten Punkt:
Man muss sich bewusst werden, dass nun mal jedes Land anders ist. Je früher man das realisiert und vor allem akzeptiert, umso schneller kann man sich im Gastland einleben. Kulturelles Verständnis beruht auch auf Gegenseitigkeit. Es kann einem auch helfen, wenn man sich mit den Leuten vor Ort über die Unterschiede zur eigenen Kultur unterhält. So versteht man sich gegenseitig besser und Missverständnisse können aus der Welt geschafft werden.
Taucht also ein in die Kultur, beteiligt euch daran und versucht sie zu leben. Ihr werdet sehen, bald kommt sie euch nicht mehr ganz so schockierend vor.
Andere Länder, andere Sitten. Beim Reisen durch fremde Länder oder im Sprachaufenthalt lernt man immer viele interessante neue Dinge über andere Kulturen. Doch nicht nur auf dem Land sondern auch in der Luft gibt es Rituale und Traditionen, die man sonst nirgends findet.
Ihr seid sicherlich auch schon mal mit dem Flugzeug irgendwo hingeflogen, sei es in die Ferien oder in einen Sprachurlaub. Die Maschine beginnt den Landeflug, langsam werden die Häuser etwas grösser und kleine spielzeugähnliche Autos schlängeln sich durch das verzweigte Strassennetz. Das Flugzeug berührt den Boden und dann geht’s auch schon los: *Klatsch*Klatsch*Klatsch* – ein Riesenapplaus!
Warum ist das so? Wieso applaudieren die Leute wenn der Pilot das Flugzeug sicher auf den Boden bringt? Klatscht ihr jedes Mal wenn der Bus eure Haltestelle erreicht und ihr aussteigen könnt? Oder applaudiert ihr wenn euch der Friseur eine neue Frisur verpasst hat? Ich tippe mal auf Nein
. Da im Bus, der Bahn, oder im Taxi niemand applaudiert wenn der Fahrer einen heil ans Ziel bringt könnte man ja direkt denken, dass die Leute davon ausgehen, dass alle ihre Arbeit gut beherrschen ausser die Piloten.
Eine Studie hat gezeigt, dass die meisten Reisenden laut Beifall klatschen, weil sie sich beim Flugpersonal, vor allem aber beim Piloten, für die gute Arbeit bedanken wollen. Etwa: ” Vielen Dank, dass wir nicht abgestürzt sind.”
Immerhin 36% der Befragten sagten, dass sie klatschen weil sie schlichtweg erleichtert sind wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Angeblich ist die Angst beim Fliegen viel grösser als beim Autofahren; deshalb freuen sich die Passagiere, dass der Flug gut verlief und applaudieren daher auch kräftig. Natürlich gibt es dann auch noch diejenigen, die einfach klatschen weil es alle tun.
Angeblich kommt dieser Brauch des Beifalls bei der Landung von früher. Damals war das Fliegen wirklich noch eine gefährliche Angelegenheit und eine Landung ging doch noch öfters schief als dass das heute der Fall ist. Es kam wirklich auf das Können des Piloten an, ob die Landung glimpflich verlief oder ob sie eher einer Achterbahnfahrt ähnelte. Beim sicheren Ankommen auf dem Boden wurde also erstmals kräftig geklatscht. So besteht diese Tradition auch heute noch und zwar, so scheint es, auf der ganzen Welt.
Das Absurde an der ganzen Sache ist, dass die Piloten in ihrem Cockpit den Applaus gar nicht erst hören. Zumindest ist dies meistens der Fall. Eine Freundin von mir war Au Pair in den USA und bei der Landung in New York klatschten natürlich alle. Die Reaktion des Piloten: „Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für ihren freundlichen Beifall. Zur Information: Gestern sind wir ebenfalls erfolgreich in NY angekommen, und vorgestern auch, und davor auch.“ Alle haben gelacht
.
Manche werden es nervig finden doch irgendwie gehört der Beifall nach einer erfolgreichen Landung einfach zum Fliegen dazu.
Linguista und praktikum.ch bieten zwar selber keine Au Pair in Genf an, jedoch gibt auch dieser Bericht einen Einblick wie ein Au Pair Aufenthalt aussehen kann.
Zurzeit ist Linda Au Pair bei einer Genfer Familie und gibt uns einen interessanten Einblick in ihre täglichen Aktivitäten und ersten Erfahrungen in der „Stadt des Friedens“.
Ich, Linda Schoenbaechler, bin 16 Jahre alt und verbringe zurzeit 11 Monate als Au Pair in Genf. Meine Gastfamilie hat zwei Kinder die allerdings schon 12 und 14 Jahre alt sind und wohnt etwas ausserhalb von Genf, inmitten von Weinbergen an der Französischen Grenze. Dank Ihnen habe ich mich ohne Heimweh sehr schnell eingelebt und habe jede Menge Spass in Genf.
Meine Hauptaufgaben sind es mit dem Familienhund Georgia spazieren zu gehen und alle möglichen Hausarbeiten zu erledigen – vom Bügeln übers Kochen bis hin zum Fensterputzen. Nach dem Mittagessen warte ich bis der Jüngste aus dem Haus geht und mache mich dann selbst auf meinen 20 minütigen Schulweg. In der Sprachschule lernen wir nebst Französisch Wörtern und Grammatik auch gewisse Dinge über das Leben in der Romandie. Nach dem Unterricht geht es zum Bord du Lac um mit meinen Schulkoleginnen die Hausaufgaben zu erledigen und die neu gewonnenen Sprachkenntnisse im Gespräch mit den Einheimischen auszutesten.
Am Wochenende unternehme ich etwas mit meiner Gastfamilie, helfe beim Umbau im Haus oder gehe ganz einfach mit meinen Freundinnen in die Stadt um ein bisschen shoppen zu gehen oder eine Bootstour auf dem Genfersee zu machen.
Schon nach 6 Wochen
in Genf merke ich wie viele Fortschritte ich bereits gemacht habe. Inzwischen habe ich mich schon so an meine neue Umgebung gewöhnt, dass ich es schon ein bisschen merkwürdig finde, wenn ich mal wieder ein Wochenende zuhause bin und alle in meiner Umgebung die gleiche Sprache sprechen wie ich.
Du möchtest einen Sprachaufenthalt machen und trotzdem noch Arbeitserfahrung im sozialen Bereich sammeln? Hast du schon mal von Demi-Pair gehört? Denn damit kannst du genau diese zwei Punkte verbinden!
Wie der Name schon erraten lässt ist Demi-Pair etwas Ähnliches wie Au Pair. Es geht auch hier um Arbeiten im Ausland. Im Gegensatz zum klassischen Au Pair Programm, besucht man hingegen beim Demi-Pair nebenbei noch eine Sprachschule.
Dein Demi-Pair Aufenthalt
Bei einem Demi-Pair Aufenthalt steht klar dein Sprachaufenthalt in Englisch (od. einer anderen Sprache) im Vordergrund, jedoch solltest du trotzdem schon ein gewisses Level an Sprachkenntnisse mitbringen, da du ja in einer Familie Kinder betreuen wirst und dich mit diesen verständigen solltest.
Dein Leben als Demi-Pair
Normalerweise besuchst du morgens jeweils einen Sprachkurs und nachmittags betreust du dann die Kinder deiner Demi-Pair Familie. An den Wochenenden hast du üblicherweise frei und kannst mit deinen neuen Freunden aus der Sprachschule etwas unternehmen und dich in deinem neuen Zuhause vertraut machen. Wie beim klassischen Au-Pair, hast du freie Kost und Logis und ein Taschengeld für deine Arbeit.
Wohin soll’s denn gehen?
Die meisten Demi-Pairs werden zur Zeit nur in englischen Sprachgebiete angeboten, z.B. in Kombination mit einem Sprachaufenthalt in Irland oder einem Sprachaufenthalt in Australien. Doch wenn du ein bestimmtes Land im Kopf hast, wo du einen Demi-Pair Aufenthalt machen möchtest, kann dir deine Au Pair Vermittlung bestimmt weiterhelfen.
Du möchtest ohne grösseren finanziellen Aufwand für längere Zeit ins Ausland? Ein Au Pair Aufenthalt bietet dir genau das!
Du weißt nicht genau was ein Au Pair ist und macht? Wir klären dich auf
Sprache lernen, neue Kulturen entdecken, Kinder betreuen…
Ein Au Pair ist meistens zwischen 18 und 21 Jahre alt und wohnt bei einer Gastfamilie um dort seine Sprachkenntnisse (meistens Englisch oder Französisch) zu vertiefen. Au Pairs unterstützen die Familie bei der Betreuung der Kinder, helfen im Haushalt und lernen so eine neue Kultur kennen.
Häufig besuchen Au Pairs nebenbei eine Sprachschule, wo sie Kontakte mit anderen Au Pairs aus aller Welt knüpfen können und die Sprache noch besser lernen.
Als Au Pair kriegst du freie Kost und Logis, sowie einen kleinen Lohn, da du ja doch ziemliche Arbeit bei der Gastfamilie leistest. Somit ist einen Auslandsaufenthalt als Au Pair eine vergleichsweise günstige Art einen Französisch oder Englisch Sprachaufenthalt zu machen.
Viele Au Pairs entscheiden sich für ein ganzes Jahr bei einer Familie zu wohnen und arbeiten. Wenn du aber für eine kürzere Zeit ins Ausland möchtest, sind auch Einsätze ab 3 Monate möglich.
Eignet sich ein Au Pair Einsatz auch für dich?
Bist du vom Gedanken als Au Pair im Ausland zu leben begeistert? Hier einige Voraussetzungen, die du unbedingt erfüllen solltest:
• Grosse Kinderliebe
• Gewisse Erfahrung bei der Betreuung von Kinder
• Mittelstufenkenntnisse der Fremdsprache
• Offenheit, Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein
Vielmals variieren die Voraussetzungen je nach Destinationen. Am besten lässt du dich von deiner Au Pair Vermittlung Schweiz genau beraten.
Falls du wissen möchtest wie es anderen Au Pairs ergangen ist, findest du hier tolle Erfahrungsberichte.
Anne war als Au Pair in Michigan (USA) und erlebte so einiges bei ihren Gastfamilien…
Die andere Seite des Au Pair Lebens in den USA
Als ich in Michigan ankam erkannte ich meine Au Pair Gastfamilie sofort, sie sah live genauso „perfekt” aus, wie schon auf den Fotos. Dieser Eindruck sollte aber leider nicht lange bleiben. Schon in den ersten Wochen erlebte ich das reinste Chaos. Die drei Kids Olivia(7), Remi (6) und Ashton(3) sahen zwar super süß aus, verhielten sich jedoch alles Andere als so. Ich wurde schon an meinem ersten Tag einfach mit ihnen allein gelassen, es war so gut wie nie Essen im Kühlschrank, in meiner zweiten Woche fegte ein Tornado durch den Ort und wir hatten weder Telefon noch Internet und zu guter Letzt wurde mir dann auch offiziell von meinem Gastvater mitgeteilt, dass seine Frau die Scheidung will. Bald war mir klar, dass ich in dieser Familie nicht bleiben konnte, denn ich war einfach nur unglücklich. Also wandte ich mich an meine Koordinatorin, die vollstes Verständnis hatte und mich bei meinem Au Pair Care Rematch bestens unterstützte – auch wenn meine Gastmutter nicht einsehen konnte (oder wollte?), dass ich gehen wollte.
Die neue Gastfamilie
Nach langem Hin und Her bin ich also letztlich umgezogen: Vom Osten Michigans in den Westen. Meine Gastmutter holte mich persönlich ab und ich wusste von Anfang an, dass dies die richtige Entscheidung gewesen war. Auch mein Gastvater und die beiden Jungs, 5 und 8 Jahre alt, empfingen mich mit einer warmen Umarmung und dem Satz „Welcome Home Anne!” .
Natürlich war auch diese Familie nicht einfach, ich habe sogar von vielen anderen Au pairs gesagt bekommen, dass ich es nicht leicht hätte, doch ich brauchte mich nur an meine erste Familie erinnern und wusste meine jetzige wieder zu schätzen. Sie waren sehr herzlich und in manchen Dingen alles andere als „amerikanisch”. Zum Beispiel legte meine Gastmutter großen Wert auf Mülltrennung und drehte jedes Blatt Papier zwei Mal um bevor sie es wegschmiss. Wenn es mir schlecht ging bekam ich ein „Anne Sandwich”: das heißt eine große Umarmung von der ganzen Familie. Ungefähr ein Mal im Monat hatte meine Gastmutter etwas an mir auszusetzen und war zickig, doch lernte ich schnell damit umzugehen und wusste: lass sie darüber reden, dann geht’s ihr besser und in zwei Wochen wird sie dir wieder erzählen wie toll du doch bist! Und so war es auch.
Mein Fazit
Das Au Pair Jahr in den USA war alles andere als einfach und super anstrengend, doch im Nachhinein bleiben die positiven Aspekte in Erinnerung.
Außerdem weiß ich, dass ich eine zweite Familie in den USA gefunden habe. Ich habe sie nach meiner Rückkehr nicht vermisst, das gebe ich zu. Dennoch liebe ich meine Gasteltern und vor allem die Jungs und freue mich sie eines Tages wiederzusehen.
Zum Schluss möchte ich allen, die noch überlegen oder auch schon den Entschluss gefasst haben, als Au pair in die USA zu gehen, sagen: Macht diese wunderbare Erfahrung, aber bringt auch viel Kraft mit, denn ein leichter Job ist es nicht. Habt vor allem keine Angst davor, die Gastfamilie zu wechseln, es geht darum, dass ihr glücklich seid!
Ich habe in den 12 Monaten viele Dinge gelernt, bin sehr viel selbstbewusster, ruhiger und geduldiger geworden, vor allem aber offener für die Welt. Ich habe in den USA zu mir selbst gefunden und weiß jetzt wer ich bin und was ich will. So far, it was the best year of my life!
Anita war für ein halbes Jahr als Demi Pair in Australien um Englisch zu lernen zu arbeiten:
Ich liebe Perth als meine zweite Heimat! Und ich fühlte mich in dieser abgeschiedenen Stadt, die eher als ein weitläufiges Dorf erscheint, sehr schnell zu Hause… trotz der anfänglichen Herausforderung mit der englischen Sprache und meiner ersten Gastfamilie.
Mit 2 Jahren Sekundar Englisch landete ich letzten August in der 1,3 Millionen Stadt Perth. Ich arbeitete in der schottischen Familie als ein Demi Pair 15 Stunden die Woche und besuchte die Sprachschule in Perth 25 Stunden die Woche.
Ich war absolut begeistert von der Schule. Die Lehrer waren hoch motiviert, hatten Humor und es wurde viel gelernt. Es wurden rasch Freundschaften geknüpft mit Franzosen, Japaner, Brasilianer, Deutschen, Schweizern.. ..und wenn du nach “Northbridge” gehst “to party” lernt man auch die Aussies kennen und lässt sich rasch anstecken von deren laidback lifestyle.
Durch Missverständnisse mit der Familie, wollte ich die Familie wechseln, was ich dann nach einiger Zeit konnte – und zwar in die beste Demi Pair Familie in Perth. Mit der neuen Familie wurde von Anfang an geklärt, was sie von mir erwarten und ich konnte meine Wünsche und Anliegen anbringen.
Ich schätzte die Familie, weil ich wirklich zu ihrer Familie gehörte, weil sie flexibel waren, wir viele interessante und amüsante Gespräche führten, sie Interesse zeigten, wie es in der Schule lief. Ihnen lag viel daran, dass es für mich ein unvergesslicher Aufenthalt in Perth wird! Auch wusste diese Familie, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist und zeigten sich extrem geduldig, wenn es mal ein bisschen komplizierter wurde mit der Verständigung. Ich werde ihnen dafür ewig dankbar sein.
6 Monate Perth war eine unvergessliche und einmalige Zeit und die erste Familie kann nichts daran rütteln. Nächsten Monat kommen zwei Australier zu Besuch in die Schweiz und werden ein Stück ´zweite Heimat´ mitbringen. So, mit oder ohne DemiPair Programm, der Sprachaufenthalt in Australien war für mich eine Zeit, an die ich mich ewig gerne zurück erinnern werde. I luv it!
Carolin ist seit 5 Wochen als Au Pair in den USA und schreibt uns was sie bis jetzt alles erlebt hat:
Nach aufregenden 4 Tagen in New York City bin ich nun hier in Akron, Ohio schon seit 5 Wochen bei meiner Au Pair Gastfamilie und kann es bislang immer noch nicht ganz fassen…
Nach ein paar Tagen Eingewöhnungszeit begann dann auch mein erster Arbeitstag. Meine 3 neuen ‚Teilzeitkinder’ waren zum Glück von Anfang an total süß und haben mir auch gezeigt, dass sie mich mögen- Puh, diese Sorge war ich also auch schon mal los!
Mein Arbeitstag als Au Pair Care gestaltet sich wie folgt:
Ich fahre mit allen 3 Kids (22 Monate, 4 Jahre und 6 Jahre) morgens zum Pool und bleibe da ungefähr 4 Stunden. Die Kinder haben dann Schwimmunterricht und Tennis. Gegen 1 Uhr fahren wir dann wieder nach Hause ( Eine Meile Fahrt… auch das lässt darauf schließen, dass ich in dem Land gelandet bin, wo sich niemand auf’s Rad springt, geschweige denn zu Fuß geht ) und dann lege ich die Kleine irgendwann für einen Mittagschlaf hin und beschäftige mich mit den Großen bis es 5 Uhr ist, und ich Feierabend habe. So geht das jetzt schon 5 Wochen und ich bin immer noch superglücklich mit meiner Aufgabe, auch wenn es manchmal echt anstrengend sein kann, 3 Kinder unter einen Hut zu bringen.
Meine Gastfamilie ist sehr unternehmungslustig und so kommt es, dass ich bis jetzt keinen Abend nach der Arbeit zu Hause war. Wir waren auf Konzerten, in Parks, Einkaufen, Essen, Museen und Festivals. Es war also immer viel los und das ist ja auch das, warum ich hier bin. In meiner bisherigen Zeit hier habe ich auch schon einige amerikanische Freunde gewonnen mit denen ich öfter abends unterwegs bin und mit denen ich schon eine Tour zum Seehaus unternommen hab, wo wir Wasserski und Tubing gemacht haben. So ein Tag Ablenkung am Sonntag nach 6 Tagen Arbeit tut echt gut.
Alles in allem habe ich hier bisher eine supertolle Zeit, mit vielen neuen Eindrücken, einer superlieben Familie, neuen Freunden, einer Menge Shoppingtrips und supergutem Wetter. Heimweh hatte ich bisher noch nicht so doll, denn hier gibt es so viel Ablenkung, dass dafür im Moment noch gar keine Zeit bleibt und dank des Internets kann man die Lieben zu Hause ja jederzeit kontaktieren.
Einen großen negativen Punkt hat dieses Land aber doch an sich und bestätigt in sofern seine Vorurteile – Das Essen. Hier gibt es im Grunde nur Fast-, Junk- und Mikrowellenfood. Und daran gewöhnt man sich nicht innerhalb von 4 Wochen. Deshalb habe ich auch schon Nudelauflauf und frischen Salat auf den Tisch gebracht, das tat gut und auch meiner Gastfamilie hat es super geschmeckt.
Zum Schluss ist zu sagen, dass ich auf jeden Fall sehr froh bin, diesen großen Schritt gewagt zu haben und werde auch die restlichen 11 Monate noch genießen und vor allem viel reisen und erleben!
Als meine Cousine vor neun Jahren Au Pair in New Hampshire war, stand damals für mich schon fest, dass ich nach meinem Abitur auch als Au Pair in die USA gehen werde. Inspiriert durch sie bewarb ich mich als Au Pair bei praktikum.ch – Praktikum im Ausland und entschied mich gleich für die erste Familie, die sich bei mir meldete, da sie mir als sehr passend erschien.
Im September ging es dann nach Massachusetts zu meiner neuen sechs-köpfigen Familie. Als mich meine Au Pair Gastfamilie vom Flughafen abholten, wurde ich sehr herzlich begrüßt. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt und wurde bis zum Ende wie ein Familienmitglied behandelt.
Mein Arbeitstag als Au Pair
Mein Arbeitstag als Au Pair Betreuung sah oft so aus, dass ich bis zum Mittag einen der Jungs beaufsichtigte, dann den anderen von der Schule abgeholt habe und mich dann mit beiden beschäftigt habe. Die Mädchen fuhren morgens mit dem Schulbus zur Schule und kamen nachmittags damit auch wieder nach Hause. Ich habe stets versucht jeden Tag vielfältig und abwechslungsreich für die Kinder und mich zu gestalten. So oft es geht sind wir raus an die frische Luft gegangen, haben Jäger und Fischer gespielt oder sind auf verschiedene Spielplätze gegangen. In den Ferien betreute ich alle vier Kinder auf einmal, da haben wir meistens längere Ausflüge ins Wissenschaftsmuseum oder in den Zoo gemacht.
Au Pair als ein Einstieg ins Berufsleben
Au Pair zu sein ist ein wundervolles Erlebnis. Man hat die Chance das Leben und den Alltag einer amerikanischen Familie kennen zu lernen, Familienmitglied zu werden, die Sprache zu lernen und das Land und die Kultur zu entdecken, ohne sich Sorgen um eine Unterkunft und einen Job machen zu müssen. Durch das Jahr werden einem wertvolle Dinge vermittelt, bewusst und angeeignet. Man wird selbstständiger und weltoffener, Eigenschaften wie Belastbarkeit und Flexibilität kommen einem im Berufsleben nur zugute.
Nun bin ich wieder zu Hause und vermisse meine Lieben in den USA schrecklich. Aber schon im nächsten Jahr werde ich sie besuchen und kann es jetzt kaum noch abwarten. Ich werde versuchen den Kontakt für immer aufrecht zu halten und hoffe, dass ich von Zeit zu Zeit mal wieder vorbei schauen kann.
Miriam ist gerade als Au Pair in den USA und erzählt dir folgendes:
Das ist der Satz, mit dem euch in den kommenden Monaten jeder begrüßen wird… Leute, die ihr noch nie vorher gesehen habt, vom Verkäufer im Supermarkt bis zu euren Gasteltern… Das ist die Amerikanische Freundlichkeit, die es einem leicht macht, sich als Au Pair einzugewöhnen.
Nachdem der Bewerbungsprozess abgeschlossen ist und die ersten Familien anrufen, beginnt das Abenteuer… ein Tipp: Versucht euch klarzumachen, was ihr möchtet und was keinesfalls (Alter der Kinder, Haustiere, Hausarbeiten, Auto…) ohne zu sehr an Idealvorstellungen festzuhalten. Im Endeffekt hat alles Vor- und Nachteile.
Auch ich wollte als Au Pair in eine Gastfamilie, wie so viele, nach California, Westküste… Palmen, Beach, Sonne, Pool im Garten… Was für ein Traum. Die erste Familie ruft an, ich habe mit meiner Gastmutter fast eine Stunde lang geredet und gelacht. Eigentlich perfekt, ausser: New York, wo ich nun überhaupt nicht hin wollte. Das hiess: schlafloses Wochenende.
Was mir sehr geholfen hat: Mit ehemaligen Au Pairs von der Telefonliste zu reden. Ich kann den Rat, den ich damals bekommen habe, nur bestätigen. Das Wichtigste ist, dass ihr euch mit der Familie versteht. Lasst einfach alles offen auf euch zukommen und ihr werdet mit Sicherheit ein unvergesslich schönes Jahr voller neuer Erfahrungen vor euch haben.
Für mich heisst es leider schon bald: “Don’t cry because it’s over, smile because it happened…”






