Archiv für die Kategorie „Sprachaufenthalt Costa Rica“

Erfahrungsbericht: Manuelas Sprachaufenthalt in Costa Rica

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Mein Sprachaufenthalt in Costa Rica begann etwa im Februar 2010, als ich mit der Planung anfing. Geplant waren sechs Wochen Costa Rica im Juni/Juli 2010. Ich hatte mich lange und ausführlich über dieses Land, das man auch als die „Schweiz Mittelamerikas“ bezeichnet, informiert. Dabei habe ich auch immer wieder gelesen, dass der europäische Sommer wohl nicht gerade die beste Reisezeit sei. Aus zeitlichen Gründen nahm ich das jedoch in Kauf. Ich habe mir auch sehr lange überlegt, wo ich hin sollte. Ich wollte sehr gerne irgendwo ans Meer, hatte aber im Vorherein gehört, dass diese Orte oftmals nicht mehr wirklich viel mit Costa Rica zu tun haben. Darum entschied ich mich für 2 Wochen Sprachreise in San José, um das Land etwas kennenzulernen und danach 3 Wochen Sprachaufenthalt in Playa Tamarindo, um trotzdem noch ein bisschen Strandfeeling geniessen zu können.

Ungefähr 5 Wochen vor Abreise bekam ich die Informationen über die Gastfamilie zugeschickt. Etwa 2 Wochen vor Abreise, sagte man mir, dass die Gastfamilie aufgrund von einem Krankheitsfall keinen Schüler aufnehmen konnte und ich einer anderen Familie zugeteilt wurde. Im Nachhinein sollte sich das jedoch noch als Glücksfall herausstellen. Anfangs Juni fing dann mein Abenteuer endgültig an. Via Frankfurt flog ich Richtung Costa Rica. Als wir bereits über San José kreisten, erfuhr ich dann auch zum ersten Mal, was man unter der Costa Ricanischen Regenzeit versteht. Wir konnten in San José nicht landen, da zu viele Wolken die Sicht versperrten. Darum mussten wir nach Liberia, dem anderen internationalen Flughafen Costa Ricas, ausweichen. Dort mussten wir 3 Stunden im Flugzeug warten und durften nicht aussteigen. Schliesslich kamen wir mit 3 Stunden Verspätung in San José an. Am Flughafen wurde ich von einem Fahrer der Schule abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht.

Ehrlich gesagt war ich schon etwas geschockt als wir durch die Stadt fuhren. Es war mein erster Aufenthalt in einem mittelamerikanischen Land und darum kannte ich das noch nicht. San José ist sehr laut, der Verkehr ist „wahnsinnig“ und Fussgänger haben praktisch keine Rechte. Mit der Zeit lernte ich diese Stadt jedoch zu lieben. Meine Gastmutter (meine Mama Tica, wie man in Costa Rica sagt) war super nett. Sie hat mich vom ersten Moment an wie eine eigene Tochter behandelt und hat mich nach Strich und Faden verwöhnt. Ich konnte sie während der WM sogar davon überzeugen für die Schweizer Nati zu fanen ;) . Während zwei Wochen besuchte ich das COSI, das Costa Rica Spanish Institute. Da ich nach vier Jahren Spanisch an der Kanti ein höheres Niveau hatte als die anderen, bekam ich Einzelunterricht. Das war jedoch eine tolle Erfahrung, da die Lehrerin auf meine persönlichen Bedürfnisse eingegangen ist und ich so enorme Fortschritte machen konnte. Die Schule war wirklich toll, in den Pausen gab es gratis Kaffee, Getränke und auch frische Früchte und man wurde wirklich in allen Belangen betreut. Die sehr netten Leute von der Reception haben so manchen Ausflug für mich organisiert. Ich kam auch nie auf die Idee Deutsch zu sprechen, da ich an der gesamten Schule die einzige deutschsprechende Person war. Ausser mir war noch ein Brite, der Rest kam aus ausserhalb von Europa (der grösste Teil aus den USA). San José ist ein guter Ort um viel vom Land zu sehen.

Ich habe Ausflüge zu den Vulkanen Irazú, Poás und Arenal gemacht und ausserdem noch andere Orte besucht. Ich erfuhr auch in San José öfters, warum man den Winter in Costa Rica „La estación Verde“ nennt, also die grüne Jahreszeit. Morgens ist es meist sehr heiss und schwül, mittags setzen dann die Regenfälle ein. So ein Regen wie dort habe ich in der Schweiz noch nie erlebt. Die Strassen verwandelten sich in Flüsse. Aber dafür ist wirklich alles unglaublich grün.

Nach zwei Wochen San José war es Zeit für etwas Strand. So fuhr ich nach Tamarindo, an der Pazifikküste des Landes. Nun ja, was soll ich über Tamarindo sagen…der Strand ist wirklich wunderschön, der Rest… unglaublich touristisch. Fast überall spricht man Englisch, man kann in praktischen allen Läden und Restaurants mit Dollar zahlen und es wimmelt nur so von Amerikanern. Dass es im Ort praktisch keine geteerten Strassen gibt, kam dann noch dazu. Also mein Tipp: Wer in der Regenzeit nach Tamarindo geht, sollte am besten keine weissen Kleider einpacken und sich darauf gefasst machen, dass die Beine immer voller Schlamm sein werden. Denn regelmässig am Nachmittag, wenn es anfing zu regnen, verwandelten sich die Strassen in Schlammlöcher. Aber naja, irgendwann gewöhnt man sich halt dran und steht da drüber…Pura Vida! ;) In Tamarindo wohnte ich in einem Studentenappartement direkt über der Schule, mein Schulweg betrug also nur noch etwa eine Minute, was natürlich sehr praktisch ist, wenn man am Abend vorher wieder einmal etwas die Clubszene von Tamarindo unsicher gemacht hat (übrigens die Salsapartys freitags im Crazy Monkeys sind legendär). Tamarindo war das genaue Gegenteil von San José: Wir waren so viele Europäer, und der grösste Teil davon waren Schweizer. Man kann sich also darauf einstellen, dass man sehr viel Schweizerdeutsch sprechen wird. Die Schule besteht aus mehreren Gebäuden, die in einem wunderschönen Garten liegen.

Ein paar Mal hatten wir Glück und konnten die Affen beobachten, die durch den Garten „wanderten“ und ein Brüllkonzert von sich gaben. Alles in allem war die Schule sehr positiv. Ein Wochenende fuhr ich nach Manuel Antonio, ein Nationalpark etwas weiter im Süden. Es ist ein sehr touristischer Ort, aber sehr gut geeignet um möglichst viele einheimische Tiere, wie Faultiere, Kapuzineräffchen oder mit etwas Glück auch Totenkopfäffchen beobachten zu können. Ausserdem sind schon alleine die Strände im Innern des Parks einen Besuch wert. Nach 6 Wochen war mein Abenteuer nach einem kurzen Abstecher nach Tortuguero (auch auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man die riesigen Meeresschildkröten beim Eierlegen beobachten will), auch schon wieder zu Ende.

Mein Portemonnaie war ein bisschen leerer, aber ich dafür um viele Erfahrungen und Freundschaften reicher…

PURA VIDA!

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10 semanas en Costa Rica – Sprachaufenthalt in San José

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Tanja war 10 Wochen im Sprachaufenthalt in Costa Rica um Spanisch zu lernen. Lies hier ihren Bericht:

Nachdem ich mein Bachelorstudium an der Universität Bern erfolgreich abgeschlossen hatte, brauchte ich eine Pause vom Uni-Leben. Ich entschied mich, 10 Wochen nach Costa Rica zu reisen, spanisch zu lernen und das Land zu bereisen. Während vier Wochen besuchte ich die Sprachschule in San José und wohnte bei einer Gastfamilie. Die darauffolgenden zwei Wochen reiste ich in Costa Rica herum. Danach arbeitete ich eine Woche in einem Waisenheim, wo ich mich aber leider nicht sehr wohl fühlte. Aus diesem Grund besuchte ich die letzten drei Wochen erneut die Sprachschule in San José und arbeitete auf freiwilliger Basis in einem Shop. Ich verbrachte eine super Zeit in Zentralamerika und erinnere mich gerne zurück.

Die Sprachschule in San José

Die Sprachschule COSI San José liegt in Zapote, etwas ausserhalb vom Zentrum San José. Ich war von Anfang an begeistert von der Schule. Sie ist freundlich eingerichtet und sehr familiär. Ich hatte nie das Gefühl, nur unter Schweizern zu sein. Ich ging mit Schülern unterschiedlicher Nationalitäten zur Schule (aus Amerika, Belgien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz).

In jeder Pause gab es frische Früchte, Fruchtsaft, Kaffee, Tee und Brot. An der Rezeption halfen die Mitarbeiter von COSI zu jedem Anliegen gerne weiter. Sie bemühten sich jedes Mal, die Wünsche der Schüler zu erfüllen. Auch bei der Planung meiner Reise waren sie hilfsbereit und unterstützten mich. Während der Woche wurden Aktivitäten von der Schule aus organisiert. So lernte ich costa-ricanisch kochen, konnte einen Salsa-Kurs besuchen und ging mit meinen Mitschülern und Lehrern ins Kino. Auch das Partyleben kam nicht zu kurz. Mit den Taxis ist man in San José sicher und schnell unterwegs und es ist erst noch günstig.

Je nach Anzahl Studenten und deren Niveaus, bekommt man beim Sprachaufenthalt in San José Einzelunterricht oder Unterricht mit maximal sechs Schülern. Ich hatte Glück und konnte die ersten vier Wochen einen Zweier-Unterricht geniessen und die letzten drei Wochen hatte ich sogar Einzelunterricht. Die Lehrer sind sehr freundlich und richten sich nach den Wünschen der Schüler. Aufgaben bekam ich teilweise sehr viele, jedoch konnte man jeder Zeit Feedbacks über Aufgabenmenge abgeben. Ich lernte schnell spanisch zu sprechen und hatte das Gefühl, dass ich jeden Tag viel dazulernte.

Gastfamilie

Während meiner Zeit im Sprachaufenthalt in San José konnte ich in einer Gastfamilie wohnen. Ich bekam morgens ein feines Frühstück, vor allem das bekannte Gallo Pinto (Reis mit Bohnen und Rührei) oder auch Käse-Omeletten wurden mir serviert. Auch beim Abendessen bekochte mich meine Gastmutter köstlich. Durch das Zusammenleben mit einer costa-ricanischen Familie lernte ich die Kultur, das Essen und die Sprache des Landes kennen. Falls ich einen nächsten Sprachaufenthalt plane, werde ich auf jeden Fall wieder bei einer Gastfamilie wohnen wollen.

Reisen

Während zwei Wochen ging ich in Costa Rica mit meinem Freund reisen. Die erste Woche nahmen wir den Bus an die karibische Küste nach Puerto Viejo. Von dort aus unternahmen wir Tagesausflüge nach Manzanilla an den Strand, in den Nationalpark Cahuita, oder besuchten Schokoladenplantagen. Dieser karibische Teil unterscheidet sich stark von den anderen Teilen Costa Ricas, und ein Besuch ist dort lohnenswert. Das Essen, die Leute, die Sprache, alles ist anders und widerspiegelt den Reggea-Groove der karibischen Menschen.

In der zweiten Woche mieteten wir ein Auto und fuhren in den nördlichen Teil von Costa Rica. Wir besichtigten den Vulkan Poas und den Vulkan Rincon de la Vieja, gingen Kanu fahren bei Caño Negro, besuchten eine Schlangenfarm und lernten den Norden von Costa Rica kennen.

Freiwilligenarbeit in Costa Rica

Ich plante, während vier Wochen in einem Waisenheim zu arbeiten. Bereits nach wenigen Tagen war für mich klar, dass ich lieber noch weiter zur Schule gehen möchte, um das Maximum aus meinem Sprachaufenthalt heraus zu holen. Das Umorganisieren bei COSI war überhaupt kein Problem und ich konnte auch für die letzten drei Wochen weiterhin zur Schule gehen. An drei Nachmittagen in der Woche arbeitete ich im Shop ‚Chietóñ Moreñ‘. Dort verkauften wird Produkte, welche von Indios hergestellt wurden. Auf diese Weise erfuhr ich mehr über die Ureinwohner von Costa Rica, und konnte zudem in der Schule Gelerntes versuchen umzusetzen.

Die 10 Wochen, die ich in Costa Rica verbrachte, waren für mich unglaublich schön. Das Erlernen einer anderen Sprache und das Entdecken einer neuen Kultur sehe ich als grosse, persönliche Bereicherung. Die Menschen, die ich während dieser Zeit traf, waren freundlich.Ich hoffe, weitere lateinamerikanische Länder bereisen oder, wer weiss, sogar noch einmal Costa Rica besuchen zu können. :)

Tanja A.

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Spanisch lernen und Schildkrötenbabies retten in Costa Rica

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Roman Kümin erzählt von seinem etwas anderem Spanisch Sprachaufenthalt: Er machte Freiwilligenarbeit in Costa Rica und rettete zahlreichen Schildkrötenbabies das Leben.

Heil in Costa Rica’s Hauptstadt San José angekommen, setzt sich Roman auf dem Weg zu seiner einstweiligen Wohnung mit mehr oder weniger tief greifenden Kulturschocks auseinander:

“foodcenter imene ikaufscenter, chips inere grosspackig, uf de straas hanged ueberall kabel i de luft – und au so stromzuegs – i de schwiiz undenkbar, huusiigang wo ich wohne – da hend jedes huus so nes gitter vorem huus, schutz vor iibrecher – direkt hinderem gitter isch de autoabstellplatz!

Roman lernte während zwei Wochen an der Sprachschule in San José Spanisch und wohnte bei seiner Gastmutter, „Mama Tica“. Roman ist offensichtlich der Meinung, dass die Dame ihren Spitznamen verdient hat.

sie hed mich 2wuche bi sich ufgnoh und hed mich vorzueglich bekocht und glueged, dass es mier guet gad, gracias!“

Neben der spanischen Sprache entdeckte Roman auch diverse Naturwunder unter Costa Ricas mannigfaltiger Flora und Fauna.

Sprachaufenthalt costa Rica“alles isch gruen und zum teil echt surreal… die baeum, ueberwachse mit moos, und das dickicht… im zoo bim wasserfaell hed mer wie imene chline zoo papageie und schmeterling choenne gseh, gar au zwei ochse wo en *kaffee-carrito* zoge hend. i dem zoo heds au tukan gha, die voegel mit dem wunderbar farbige schnabel! extra fuer tourischte heds e grooooosi tukan-voliere gha, womer hed choenne ine, und mit chli fuetter, stueckli wassermelone sind sie dier uf de arm gfloge…die sind echt zuetraulich gsi. *smile*”

In solchen Zoos können übrigens auch Sozialpraktika gemacht werden. Wers gern ein wenig grösser und wilder mag – es gibt auch Möglichkeiten für Freiwilligenarbeit in Costa Rica in Wildparks wie dem Manuel Antonio National Park, den Roman auch besucht hat.

“Uf ere Tour dur de Park hemmer en Füehrer gha, wo üs Tier mit emene Teleskop noecher bracht hed…Suscht hettisch vieli vo dene Tier gar ned bemerkt bimene Spaziergang dur de Park! De Nationalpark vo Manuel Antonio hed direkte Meeraschluss und die Stränd hie sind echt wunderbar… ufem weg a playa hermosa hend mier zuefällig die aras gseh und hend natürli halt gmacht um es paar phöteli z’mache!”

An diesem Strand Playa Hermosa, kam Roman auch seiner Bestimmung als Geburtshelfer für Meeresschildkröten-Babys nach. Im Rahmen eines NGP Schildkrötenprojektes, baute er mit anderen Freiwilligen “Viveros”: Nistplätze für Schildkröten.

“de 10 kilometer strandabschnitt isch defür bekannt, dass au hie schildkröte a land chömed um ihri eier Sozialeinsatz Costa Ricaabzlegge. am tag sind fischer da am strand und fisched….i de nacht chömed de d schildkrötli… mier hend en nacht lang am strand usghalte und am drü am morge isch de tatsächlich es schildkrötli a land cho um ihrii eier abzlegge…was für nes erlebnis!”

Mehr Bilder und Infos zu Romans Abenteuer in Costa Rica findet ihr auf seinem Blog.
Wenn ihr euch auch dafür interessiert, einen Sozialeinsatz im Paradies zu leisten, schaut doch mal rein auf www.praktikum.ch. Neben Umweltschutzprojekten, stehen auch Einsätze mit behinderten Menschen, Waisen, in einem Friedenscenter und vielem mehr zur Auswahl. Schau doch mal rein und, wie man in Costa Rica sagt:

Hasta luego!

Spanisch lernen Costa Rica

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